Rudi Kargus . Dukla . 2016 . 120 x 160 cm

YELL

Rudi Kargus malt kraftvoll, ausdrucksstark und bevorzugt dabei große Formate. Befreit von Zwängen vergangener Zeiten, konzentriert er sich auf selbst gesucht Herausforderungen in der Malerei, die heute sein Leben bestimmen. Seine Ölgemälde wirken anarchisch, stecken inhaltlich und formell voller Brüche, so dass sie irritieren.

Er inszeniert Figur und Raum, so dass beides gleichermaßen Bedeutung erhält. Wenn Rudi Kargus vom „Plan seiner Malerei“ spricht, so startet er bei seinen Bildern mit einer Collage, um ein Konstrukt des Bildaufbaus zu schaffen. 

Bei der Umsetzung durch die Malerei – im Malprozess – greift er in die Vorlage ein und zerstört das Konstrukt. Ein unbewusster, intuitiver Prozess, bei dem seine Hand den Pinsel ohne Ratio regiert - die Ratio tritt in diesem Moment in den Hintergrund. Die Faszination seiner expressiven Bilder ergibt sich aus einer Diskrepanz zwischen scheinbar chaotischer Anordnung, kontrastiert von romantischer Stimmung, der sich der Betrachter kaum entziehen kann.

Die Philosophie des Künstlers Rudi Kargus ist ohne intellektuellen Überbau, er verzichtet strikt auf allegorische Raffinessen. Rudi Kargus bedient sich seines eigenen, kraftvollen Duktus´, Spachtelungen und Übermalungen sind ihm wichtig im Gegensatz zu glatten Oberflächen. Im übertragenen Sinne sieht man hier durchaus seinen persönlichen Gegenentwurf zur „glatten Zeit“.

Rudi Kargus Werke dienen als Botschaft / Sprache einer gesellschafts-politischen Aussage. Ihn interessieren die Brüche und Risse unserer Gesellschaft - auch in der Darstellung seiner Kunst!

Dankbar können wir sein, einen Menschen wir Rudi Kargus in seiner künstlerischen Entwicklung zu zuschauen. Waren wir am Anfang gespannt und neugierig, so erkennen wir nun eine künstlerische Meisterschaft – die uns in ihren Bann zieht und der wir gerne folgen möchten.  

Katharina Mokross & Thomas Holthoff, 2016

 

Zur Ausstellung Yell ist ein Katalog erschienen.

 

VITA

1952 geboren in Worms am Rhein

1971–1989 Profifußballspieler beim Hamburger SV und anderen Vereinen

seit 1996 intensive Beschäftigung mit der Malerei. Diverse Schulungen bei verschiedenen Dozenten, unter andere, Prof. Lüpertz.

seit 1997 enge Zusammenarbeit mit dem Kunstdozenten Jens Hasenberg


AUSSTELLUNGEN


2016 HOLTHOFF–MOKROSS, Hamburg

2015 Feinkunst Krüger, Hamburg
Burg Neustadt - Glewe - Altes Haus

2014 HOLTHOFF-MOKROSS, Anderwelt (Gruppenausstellung)

2013 Fabrik der Künste, id2k1
kd kunst Wallhöfen

2012 Feinkunst Krüger
Gut Deinster Mühle

2011
KunstGut Hamburg (Thomas Holthoff)

2010
Feinkunst Krüger, Hamburg
Fabrik der Künste, Hamburg

2009
Gruppenausstellung Galerie Steiner Wien
Kunsthaus Jesteburg

2008
Kunstfeler Dresden
Galerie Steiner Wien
Graf von Westphalen Hamburg

2007 Amtsrichterhaus Schwarzenbek

2006 Rickmer Rickmers Hamburg
Gruppenausstellung Galerie Eikelmann Düsseldorf

2005  
Galerie Elbchaussee Acht Hamburg