Faces #012 . 160 x 120 cm . 2015 

Faces #012 . 160 x 120 cm . 2015 

Über ihre Arbeiten

Gesine Englert ist Malerin, ihre Bilder entstehen ohne Skizze oder Vorzeichnungen. Sie möchte durch diese bewusste Nichtstruktur ihrem Arbeitsprozess eine Unmittelbarkeit, eine Spontaneität geben. Sie möchte, wenn Sie startet, noch nicht wissen was entsteht. Somit würde die Spannung, die Überraschung des Bildes verloren gehen. Vielleicht nennen wir es Zufall, für die Künstlerin heißt dies Inspiration, ein Synonym für Glück.

Gesine Englert hat gelernt ihre eigene Sprache in der Kunst zu entwickeln, ihre eigene Bilderwelt zu entwerfen. Dabei achtet Sie nicht auf Trends oder zeitgemäßes, welches Sie am Kunstmarkt erkennt. Vielleicht etwas, was auch gut ihre Person beschreibt. Eine Frau mit starkem Willen, mit Fähigkeit zum Querdenken und in ihrer Kunst fast autistisch. Ihr Dozent wirkt dabei als Korrektiv, der zügelt, steuert, die zum Teil heftigen malerischen Aktionen und Ausbrüche leitet und damit vielleicht manchmal vor der vollständigen Zerstörung rettet. Wie kann man am besten ihre Bilder beschreiben. Man erkennt in ihren Bildern drei Ebenen, die sich zu einem Kunstwerk zusammen finden. Zum einen der oftmals schwammige, unklar definierte Hintergrund. Dann die Form, die klar sein kann oder fragmentiert zusammengesetzt. Sie ist erkennbar und soll dem Bild das Thema vorgeben. Die dritte, vielleicht spannendste Ebene, ist der Inhalt der Form. Hier definiert Gesine Englert die Wirklichkeit neu, hier nimmt Sie Veränderungen der Wirklichkeit vor. Diese scheinen chaotisch, sie scheinen zu lügen und sind vielleicht doch wahrer als die reine Wahrheit.

Diese Störung machen aus den Bildern von Gesine Englert etwas Besonderes, etwas Nachhaltiges.