Annette Meincke-Nagy
& Marc Bronner

Stille

 

verlängert bis zum 6. Dezember 2017

Do. / Fr. 15 – 18 Uhr
Sa. 12  16 Uhr

und nach Vereinbarung

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
den wir Ihnen gerne elektronisch oder postalisch zusenden.  

 

Annette Meincke-Nagy . Hommage an Lucas Cranach II . 2017 . Cellulose, Quarzsand, Pigmente . 41 cm

Annette Meincke-Nagy . Hommage an Lucas Cranach II . 2017 . Cellulose, Quarzsand, Pigmente . 41 cm

"Ich liebe es, Menschen zu betrachten. Beim Blick in ein Gesicht frage ich mich,
welche Seele steckt dahinter? Durch die Beschäftigung mit der menschlichen Physiognomie
versuche ich mir das Leben bewusster zu machen. Ein starker Forscherdrang treibt mich an,
der Wunsch zu erkennen, »was die Welt im Innersten zusammenhält«.
Bei jeder Skulptur, die ich forme, gibt es eine Vorlage, ein Modell.
Das kann ein Gesicht sein, eine Figur, eine Haltung, die mich inspirieren."

...

Auszug aus dem Katalogtext von Annette Meincke-Nagy, Oktober 2017

 

 Marc Bronner .  ›ohne Titel‹ . Holzrahmen, schwarzes Passepartout . 50 x 40 cm . 2017 

 Marc Bronner .  ›ohne Titel‹ . Holzrahmen, schwarzes Passepartout . 50 x 40 cm . 2017 

"Erinnern Sie sich noch an die gemütlichen Fernsehabende in den späten 70ern?
Als die Familie in der guten Stube zusammensaß um gemeinsam einen TV-Krimi zu erleben?
Bourgeoise Dramen wurden dem Zuschauer damals mit wenig spektakulärer Technik,
dafür jedoch mit äußerst theatralischem Schauspiel dargeboten.

Filmsets waren gekennzeichnet durch ein oftmals karges Interieur und auch der Einsatz
von szenischer Filmmusik war im Vergleich zu heute geradezu spartanisch.
Das Fernsehen der späten 70er lebte von seinen Protagonisten.
Schaut man sich heute eine Krimiserie aus dieser Zeit an, so fallen einem sofort die Pausen auf.
Sekunden ohne erkennbare Handlung, Sekunden in denen die Protagonisten scheinbar
in sich verharren, Sekunden, die ohne jegliche musikalische Untermalung
begleitet werden, Sekunden, die wir in 2017 nicht mehr haben und kaum ertragen können.
Das Fernsehen dieser Zeit lebte auch von diesen Sekunden der unerträglichen Entschleunigung."

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Auszug aus dem Katalogtext von Marc Bronner, Oktober 2017